Was ist Jiu Jitsu

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Am 5.-7.11. 2010 stieg an dem Geschwister Scholl Gymnasium der 5. Internationale Lehrgang.

Ausrichter war wie immer Das Sakura Dojo Düsseldorf.

Als Referenten waren anzutreffen Karl Heinz Bergers, Dr. Heinz Schorn, Mario Göckler und last but not least Krzysztof Staniszewski.

Alle Referenten überzeugten durch einwandfreie Techniken.

Der erste Tag war ein lockerer Trainingstag, neue Leute wurden kennen  gelernt.

Am Haupttag, zeigte Kalla Bergers eine Kombination gegen Schläge, in denen er auch das einbringen von Störfaktoren erläuterte.

Heinz Schorn unterrichtete uns in richtiger Fussarbeit mit Hebeltechnicken aus Griff etc.

Mario Göckler zeigte uns eine spezielle Form des Kesa-Gatame und einige Technicken für den Bodenkampf.

Krzysztof Staniszewski tauchte mit uns in einer äusserst traditionellen Form des Jiu-jitsu ein, in der er Techniken geschichtlich erläuterte, und diese perfekt zeigte und immer wieder erklärte, bis sie WIRKLICH richtig waren.

Am Ende übte sogar der Präsident des EJJU, Hans Christoph Suhr eine Form des Tai Chi mit uns ein.

Nach ein Pause wurden Dan-Graduierungen verliehen. Diese gingen an Thomas Wittstock, der den 2.Dan, Kalla Bergers, der den 7.Dan und Heinz Schorn, der den 8.Dan erhielt. Alle haben diese Graduierungen, meiner Meinung nach, durch gute Techniken, Engagement und ihr Verhalten, redlich verdient.

Auch der letzte Tag des Lehrgangs lies uns viel über die Techniken des Jiu-Jitsu lernen.

Am Ende zeigten einige Dan-Grade noch einige Techniken, darunter unser Theo. Auch die polnischen Jiu-Jitsukas glänzten mit fabelhaften Techniken zur Selbstverteidigung, womit sie bewiesen das Tradition und Effektivität nicht umbedingt gegensätzlich sind.

Als letzes ist noch zu sagen, dass ein Kyu-Grad auf Wunsch von Kalla auch eine Technik präsentieren sollte. Keiner traute sich nach vorne, ausser unser Patrick, der den Post SV Düsseldorf mit einer gezielten Würgerabwehr ausgezeichnet vertrat.

 

Ich finde der Lehrgang war mal wieder ausgezeichnet und ich bedanke mich im Namen des Post SV bei allen Referenten und beim Sakura Dojo, dafür, dass man daran Teil haben durft, was sie in diesen Tagen auf die Beine gestellt haben.

 

gez.: Andreas H.

 

Jiu-Jitsu: Früher

Jiu-Jitsu ist eine japanische Kampfkunst, die ihre Wurzeln aus der Zeit der Samurai hat.
Das Jiu-jitsu umfasst Schlag-, Tritt-, Block-, Hebel-, Wurf -und Würgetechniken. Die Samurai nutzten jene Techniken auf dem Schlachtfeld um sich, im Falle des Waffenverlustes, immer noch effektiv verteidigen zu können. Das heißt, Jiu-Jitsu-Techniken sind kampferprobt.

Jiu-Jitsu: Heute

Jetzt könnten einige behaupten, dass die Techniken veraltet seien, da sie vor so langer Zeit entstanden sind.

Dazu ist zu sagen:

1. dass sich Jiu-Jitsu immer weiter entwickelt. Das beweist zum
Beispiel, dass heutzutage auch Sachen, wie etwa Pistolenabwehr
auf dem Lehrplan stehen.
2.dass viele Polizei-, Armee- und Security-Einheiten Jiu-Jitsu-Techniken erlernen.
Dies beweist wohl auch die Effektivität des Jiu-Jitsu.

Der Arzt

Jiu-Jitsu ist eine Kampfkunst für Jedermann, da diese nicht auf reiner Kraft beruht.

Die Legende besagt, dass ein japanischer Arzt, auf seiner Reise durch China, Kampfkunst erlernt haben soll.
Zurück in Japan, wollte er diese auch dort bekannt machen. Doch die Japaner lehnten das, ihrer Meinung zu Kraft bezogene System ab.
Im Winter beobachtete der Arzt eine große, starke Kiefer, deren Äste, unter der Last des Schnees abbrachen. Danach sah er eine Weide, an deren flexiblen Ästen, der Schnee abglitt.
Durch dieses Ereignis inspiriert, entwickelte der Arzt das Prinzip des Nachgebens.
So gab er seiner Kampfkunst den Namen Jiu-jitsu, was übersetzt „Sanfte Kunst" bedeutet.

Ob diese Geschichte wahr ist, ist ungewiss, allerdings ist klar, dass das Prinzip des
Nachgebens eine zentrale Rolle im Jiu-jitsu spielt.

Prinzip des Nachgebens

Das Prinzip des Nachgebens besagt, dass nicht gegen die Kraft des Gegners angekämpft werden soll, sondern dass sie gegen ihn selbst gerichtet wird. Deshalb ist Jiu-Jitsu für Frauen, Kinder und Männer gleichermaßen effektiv.

Verbindungen

Das Jiu-Jitsu hat auch Einfluss auf andere Kampfkünste genommen.
Zum Beispiel ist das Jiu-Jitsu der Vorläufer von Judo und Aikido.
Es hat außerdem Einfluss auf Karatestile wie zu Beispiel das Wado-Ryu genommen.
Das waren nur wenige Beispiele für Kampfkünste und Kampfsportarten die Jiu-jitsu Techniken verwenden.

Voraussetzungen

Das Einzige, was zum Jiu-Jitsu mitgebracht werden sollte, ist der Wille zum Trainieren. Ohne dieses kann niemand gut werden, egal wie talentiert er ist. Diese Art der Disziplin ist das Minimum, das gefordert wird. Der Rest kommt alles durchs Training.

Training

Trainiert wird in einem traditionellen weißem Gi ( Judo Gi/ Judo Anzug).
Es gibt, wie zum Beispiel im Judo, ein Gürtel-System.
Das typische Jiu-Jitsu Training im Post SV besteht aus Aufwärmtraining, Partnerübungen und am Ende dem Üben einer Karate- Technik. Es gehören allerdings auch Freikampf ( Kumite), freie Angriffe und Pratzentraining zum Training. Es werden genauso unbewaffnete, wie auch bewaffnete Angriffe gelehrt, abzuwehren.

Kampfkunst

Für uns ist Jiu-jitsu eine Kampfkunst und kein Kampfsport. Das heißt, wir erlernen ein Mittel zur Selbstverteidigung und keine wettkampforientierten Techniken.

Bushido

Bushi heißt Krieger und Do bedeutet Weg. Also bedeutet Bushido: Weg des Kriegers. An die Regeln des Bushido sollte man sich im Training genauso wie im Alltag halten.
Gi (義): Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
Yu (勇): Mut
Jin (仁): Güte
Rei (礼): Höflichkeit
Makoto (誠) oder Shin (真): Wahrheit und Wahrhaftigkeit
Meiyo (名誉): Ehre
Chūgi (忠義): Treue oder auch Chū (忠): Pflicht und Loyalität