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Für Jiu-jitsu Begeisterte und Neugierige

Geschrieben von Andreas Humbert. Veröffentlicht in Berichte der Jiu Jitsu-Abteilung

Jiu-Jitsu: Früher

Jiu-Jitsu ist eine japanische Kampfkunst, die ihre Wurzeln aus der Zeit der Samurai hat.
Das Jiu-jitsu umfasst Schlag-, Tritt-, Block-, Hebel-, Wurf -und Würgetechniken. Die Samurai nutzten jene Techniken auf dem Schlachtfeld um sich, im Falle des Waffenverlustes, immer noch effektiv verteidigen zu können. Das heißt, Jiu-Jitsu-Techniken sind kampferprobt.

Jiu-Jitsu: Heute

Jetzt könnten einige behaupten, dass die Techniken veraltet seien, da sie vor so langer Zeit entstanden sind.

Dazu ist zu sagen:

1. dass sich Jiu-Jitsu immer weiter entwickelt. Das beweist zum
Beispiel, dass heutzutage auch Sachen, wie etwa Pistolenabwehr
auf dem Lehrplan stehen.
2.dass viele Polizei-, Armee- und Security-Einheiten Jiu-Jitsu-Techniken erlernen.
Dies beweist wohl auch die Effektivität des Jiu-Jitsu.

Der Arzt

Jiu-Jitsu ist eine Kampfkunst für Jedermann, da diese nicht auf reiner Kraft beruht.

Die Legende besagt, dass ein japanischer Arzt, auf seiner Reise durch China, Kampfkunst erlernt haben soll.
Zurück in Japan, wollte er diese auch dort bekannt machen. Doch die Japaner lehnten das, ihrer Meinung zu Kraft bezogene System ab.
Im Winter beobachtete der Arzt eine große, starke Kiefer, deren Äste, unter der Last des Schnees abbrachen. Danach sah er eine Weide, an deren flexiblen Ästen, der Schnee abglitt.
Durch dieses Ereignis inspiriert, entwickelte der Arzt das Prinzip des Nachgebens.
So gab er seiner Kampfkunst den Namen Jiu-jitsu, was übersetzt „Sanfte Kunst" bedeutet.

Ob diese Geschichte wahr ist, ist ungewiss, allerdings ist klar, dass das Prinzip des
Nachgebens eine zentrale Rolle im Jiu-jitsu spielt.

Prinzip des Nachgebens

Das Prinzip des Nachgebens besagt, dass nicht gegen die Kraft des Gegners angekämpft werden soll, sondern dass sie gegen ihn selbst gerichtet wird. Deshalb ist Jiu-Jitsu für Frauen, Kinder und Männer gleichermaßen effektiv.

Verbindungen

Das Jiu-Jitsu hat auch Einfluss auf andere Kampfkünste genommen.
Zum Beispiel ist das Jiu-Jitsu der Vorläufer von Judo und Aikido.
Es hat außerdem Einfluss auf Karatestile wie zu Beispiel das Wado-Ryu genommen.
Das waren nur wenige Beispiele für Kampfkünste und Kampfsportarten die Jiu-jitsu Techniken verwenden.

Voraussetzungen

Das Einzige, was zum Jiu-Jitsu mitgebracht werden sollte, ist der Wille zum Trainieren. Ohne dieses kann niemand gut werden, egal wie talentiert er ist. Diese Art der Disziplin ist das Minimum, das gefordert wird. Der Rest kommt alles durchs Training.

Training

Trainiert wird in einem traditionellen weißem Gi ( Judo Gi/ Judo Anzug).
Es gibt, wie zum Beispiel im Judo, ein Gürtel-System.
Das typische Jiu-Jitsu Training im Post SV besteht aus Aufwärmtraining, Partnerübungen und am Ende dem Üben einer Karate- Technik. Es gehören allerdings auch Freikampf ( Kumite), freie Angriffe und Pratzentraining zum Training. Es werden genauso unbewaffnete, wie auch bewaffnete Angriffe gelehrt, abzuwehren.

Kampfkunst

Für uns ist Jiu-jitsu eine Kampfkunst und kein Kampfsport. Das heißt, wir erlernen ein Mittel zur Selbstverteidigung und keine wettkampforientierten Techniken.

Bushido

Bushi heißt Krieger und Do bedeutet Weg. Also bedeutet Bushido: Weg des Kriegers. An die Regeln des Bushido sollte man sich im Training genauso wie im Alltag halten.
Gi (義): Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
Yu (勇): Mut
Jin (仁): Güte
Rei (礼): Höflichkeit
Makoto (誠) oder Shin (真): Wahrheit und Wahrhaftigkeit
Meiyo (名誉): Ehre
Chūgi (忠義): Treue oder auch Chū (忠): Pflicht und Loyalität